Aus der Zeit Dom Manuels stammt die Kunst und Vorliebe für „Azulejos“: bunte Fayencekacheln, die noch heute zu jedem portugiesischen Haus gehören. Die Straßenschilder in allen portugiesischen Orten sind ebenfalls in Azulejos gestaltet. Ursprünglich waren sie blau (daher der Name „azul“ – s bedeutet blau) und stammen aus Marokko und dem maurisch besetzten Spanien. Nach der Reconquista, also der Vertreibung der Mauren von der iberischen Halbinsel, war es unmöglich, weiterhin Kacheln aus arabischen Ländern zu beziehen. Damit begann die einheimische Produktion in Portugal – und die Motivauswahl wurde größer: Italienische und flämische Motive kamen hinzu.
Lissabon und auch Porto sind praktisch Azulejomuseen. Auf einem Spaziergang durch die Stadt sieht man an vielen alten Häusern noch die Kunstfertigkeit, in der früher (und heute wieder) Azulejos gestaltet wurden. Ein Besuch im Nationalen Fliesenmuseum (Museo Nacional do Azulejo, Rua da Madre de Deus, 4 in 1900-312 Lisboa, Tel. +351 218 100 340) zeigt Ihnen, wie sich diese Kunst im Lauf der Jahrhunderte entwickelt hat.
Moderne Fliesenkunst zeigt sich in der Lissabonner Metro: Denn jeder U-Bahnhof wurde von international bekannten Künstlern Portugals gestaltet.
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